10. Dezember 2015

LOPEC 2016 in München: Gedruckte Elektronik im Aufbruch

Die gedruckte Elektronik befindet sich weiter im Aufschwung. Die LOPEC, Internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik, bringt Forscher, Entwickler und Anwender aus diesem Bereich zusammen. Sie findet von 5. bis 7. April 2016 in München statt. Heute bereits verraten zwei Branchenexperten und Mitglieder des LOPEC Boards im Interview, was sich im vergangenen Jahr in der organischen und gedruckten Elektronik getan hat, was die Teilnehmer des kommenden Kongresses erwartet und wieso Wearables einer der Themenschwerpunkte der LOPEC 2016 sind.


Im Gespräch sind Wolfgang Mildner, LOPEC General Chair und Inhaber des Beratungs- und Technologieunternehmens MSW, sowie Thibaud Le Séguillon, Chair der Business Conference und CEO des Solarfolienherstellers Heliatek:


Die LOPEC 2016 setzt einen ihrer Themenschwerpunkte auf Wearables. Ist die gedruckte Elektronik in diesem Bereich besonders erfolgreich?

Wolfgang Mildner: Die gedruckte Elektronik hat bereits in viele Branchen Einzug gehalten. Und sie befindet sich weiter im Aufbruch, da passiert gerade eine ganze Menge. Das Trendthema Wearables rücken wir stärker in den Mittelpunkt, weil es branchenübergreifend ist. Tragbare Elektronik steckt in Uhren, in Fitnessgeräten, in Kleidung mit Sensoren und in vielen anderen Dingen, die leicht, dünn und biegsam sein müssen. Doch auch andere Themen wie die Verpackungstechnik sind nicht aus dem Fokus der LOPEC geraten.

Thibaud Le Séguillon: Auch im Medizinsektor besitzt die gedruckte Elektronik enormes Potenzial. Jeder Diabetiker, der einen Tropfen Blut auf den Teststreifen für die Blutzuckermessung gibt, nutzt heute schon gedruckte Elektronik. Und denken Sie an Heiltherapien mit Licht: Wenn Sie sich zukünftig eine Art leuchtendes Pflaster auf die Hüfte kleben, sind wir wieder beim Thema Wearables.


Was hat sich im vergangenen Jahr in der gedruckten Elektronik getan?

Mildner: Der Trend zu hybriden Lösungen hat sich verstärkt. Man vereint die Vorteile der gedruckten organischen Elektronik mit konventioneller Siliziumtechnik. Polyera beispielsweise wird auf der LOPEC ein Armband präsentieren, das komplett aus einem flexiblen Display besteht. Es zeigt Körperfunktionen an, aber auch klassische Daten wie die Uhrzeit und es ist natürlich mit dem Internet verbunden. Die Sensortechnik ist gedruckte Elektronik, die Prozessoren aber bestehen ganz klassisch aus Silizium.

Le Séguillon: Vielleicht darf ich ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung, aus der organischen Photovoltaik, ergänzen. Wir haben in Singapur eine große Pilotanlage mit gedruckten organischen Solarzellen installiert. Wegen schwerer Waldbrände in Indonesien und des damit verbundenen Rauchs gab es in Singapur keine direkte Sonnenstrahlung. Die klassische Photovoltaik lieferte dort wochenlang keinen Strom, unsere Technik aber funktionierte auch sehr gut mit dem diffusen Licht. Überhaupt zeigt sich mehr und mehr, dass sich die organische und im weiteren Sinn die gedruckte Elektronik nicht hinter der klassischen Siliziumtechnik verstecken muss.


Der LOPEC Kongress unterteilt sich in die Blöcke Business, Technik und Wissenschaft. Was erwartet die Teilnehmer des Kongresses?

Mildner: Insgesamt stehen wieder rund 200 Vorträge auf dem Programm, wobei die Plenarvorträge den gemeinsamen Rahmen zu den drei Themenblöcken bilden. Ein Vertreter von Audi wird auf organische Leuchtdioden in der Fahrzeugbeleuchtung eingehen. Ein Vortrag von Adidas über gedruckte Elektronik bei Sportartikeln ist ebenfalls geplant. Gespannt bin ich auch auf den Beitrag von Carta Mundi aus Belgien, einem der weltweit größten Hersteller von Kartenspielen. Dank gedruckter Elektronik könnten Spielkarten interaktiver werden. Wir lassen auch große asiatische Hersteller wie TCL aus China und Sumitomo aus Japan zu Wort kommen. Zudem werden führende Wissenschaftler wie Professor Henning Sirringhaus von der Universität Cambridge, eine Koryphäe auf dem Gebiet der gedruckten Elektronik, über Neuigkeiten aus der Forschung berichten.


Herr Le Séguillon, Sie stellen das Programm der Business Conference zusammen. Was ist dort geplant?

Le Séguillon: Über das Netzwerk der OE-A (Organic and Printed Electronics Association) sowie über meine persönlichen Kontakte habe ich CEOs von Unternehmen aus Europa, den USA und Asien angefragt. Das Feedback war überragend, wir haben ein hochkarätiges Programm zusammengestellt, das alle Aspekte der gedruckten Elektronik abdeckt. Ein Vertreter von Schott beispielsweise wird ultradünnes Glas als Träger für die gedruckte Elektronik vorstellen. Dieses Glas kann man sogar rollen – ideal also für die Herstellung von flexiblen Displays. Wir werden Neues zu organischen Halbleitern hören, zum Beispiel im Vortrag des britischen Unternehmens SmartKem, und natürlich lassen wir die Hersteller von Endprodukten zu Wort kommen. FeelIT aus Israel etwa wird auf intelligente Pflaster eingehen. In den Business Sessions werden wir Erfolgsgeschichten vorstellen und uns dabei mit der gesamten Wertschöpfungskette beschäftigen.


Richtet sich der Kongress nur an Fachleute, die sich bereits mit gedruckter Elektronik beschäftigen?

Le Séguillon: Nein, keinesfalls. Die Kombination aus Kongress und Fachmesse bietet allen Interessierten die optimale Chance, sich umfassend zu informieren. Wir werden uns in der Business Conference auch mit Marktvorhersagen beschäftigen. Das ist natürlich in einem aufstrebenden Gebiet wie der gedruckten Elektronik schwierig, aber es gibt einige Leute, die sich damit intensiv befassen und ihre Ansichten schildern werden.

Mildner: Für Unternehmen, die die neue Technologie näher kennenlernen wollen, bieten wir kostenlose Einführungsvorträge und geführte Touren über die Ausstellung an. Es gibt auch viele innovative Start-ups – die müssen ausstellen, die müssen vortragen, und das wollen wir unterstützen.


Wie können Sie solche Unternehmen vom Nutzen der gedruckten Elektronik überzeugen?

Mildner: Das müssen wir gar nicht unbedingt, denn oft ist es so, dass die gedruckte Elektronik einen Markttrend unterstützt. Nehmen Sie das Beispiel Wearables. Hier kommt die gedruckte Elektronik ins Spiel, weil sie die richtigen Eigenschaften mitbringt. Die Herstellungstechnik, ob gedruckt oder nicht, ist den Unternehmen dabei gar nicht so wichtig. Das gilt auch für die Automobilbranche: Leichte Bauteile, die zudem flexibel sind und den Designern mehr Gestaltungsfreiheit bieten, sind hier spannend wegen der Eigenschaften, nicht wegen der Technologie.

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Alles von Forschung bis Anwendung

Die LOPEC umfasst als führende Veranstaltung für gedruckte Elektronik alle Bereiche der Wertschöpfungskette: Forschung, Entwicklung und Anwendung.

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gedrucktes Elektronikprodukt

Wer präsentiert sich auf der LOPEC?

Sie möchten gerne wissen, wer auf der LOPEC als Aussteller präsent ist? Oder welche Sprecher für den Kongress zugesagt haben? Die Highlights der Messe?

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News

  • Call for Papers
  • Call for Papers verlängert bis 19. Oktober 2017.
  • OE-A Seminare
  • Printed Electronics Insights – OE-A Seminare im productronica Innovation Forum.
  • Schlussbericht 2017
  • Gedruckte Elektronik erreicht neue Dimensionen.
  • Impressionen
  • Unsere Fotogalerie zeigt Ihnen Impressionen der LOPEC.
  • Podcast
  • Die LOPEC in bewegtem Bild.

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